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Zungenpiercing – Alle Infos zu Stechen, Pflege & Heilung

durch Ibby Granja Imana 28 Jun 2023 11 Kommentare

Inhaltsverzeichnis

Das Zungenpiercing – Ein zeitloser Klassiker

Das Zungenpiercing ist eines der faszinierendsten und am häufigsten gestochenen Piercings im Gesicht- und Mundbereich. Da es beim geschlossenen Mund unsichtbar ist, gilt es als diskret, entfaltet aber beim Sprechen oder Lachen eine ganz besondere Wirkung. Es wird meist vertikal in der Mitte der Zunge platziert.

Wie wird ein Zungenpiercing gestochen?

Vor dem eigentlichen Stechen wird der Mund gründlich mit einer desinfizierenden Mundspülung gereinigt. Der Piercer markiert die Einstich- und Austrittsstelle genau – hierbei wird penibel darauf geachtet, dass keine großen Blutgefäße oder das Zungenbändchen verletzt werden. Die Zunge wird mit einer speziellen Zange fixiert und die Nadel schnell von unten nach oben oder umgekehrt durchgeführt. Direkt im Anschluss wird der Erstschmuck eingesetzt.

Tut das Stechen weh?

Entgegen der weitverbreiteten Annahme gehört das Stechen des Zungenpiercings selbst zu den weniger schmerzhaften Eingriffen. Da die Zunge ein Muskel ist, fühlt sich der Stich eher wie ein kurzer, intensiver Druck oder ein Kneifen an. Unangenehmer sind meist die ersten Tage nach dem Stechen, wenn die Zunge anschwillt.

Heilungsprozess und die ersten Tage

Die Zunge besitzt eine extrem gute Durchblutung, weshalb die Heilung im Vergleich zu anderen Piercings (wie Knorpelpiercings) sehr schnell verläuft.

Heilungsdauer im Überblick:
  • Die akute Schwellung klingt meist nach 3 bis 7 Tagen ab.
  • Die vollständige Abheilung des Stichkanals dauert in der Regel nur ca. 2 bis 4 Wochen.

In den ersten Tagen nach dem Stechen schwillt die Zunge merklich an. Das Sprechen (Lispeln) und das Schlucken können vorübergehend erschwert sein. Das Kühlen mit Eiswürfeln (am besten aus sterilem Wasser oder Kamillentee) schafft hier Linderung.

Richtige Pflege und Mundhygiene

Eine penible Mundhygiene ist das A und O für eine komplikationsfreie Abheilung:

  • Nach jeder Mahlzeit sollte der Mund mit klarem Wasser oder einer alkoholfreien Mundspülung (z.B. Prontolind Oral) ausgespült werden.
  • Zähneputzen sollte vorsichtig, aber gründlich mit einer weichen Zahnbürste erfolgen.
  • Auf das Rauchen sollte in den ersten zwei Wochen komplett verzichtet werden, da Nikotin und Teer die Wundheilung massiv stören und das Infektionsrisiko erhöhen.

Essen und Trinken nach dem Piercing

In den ersten Tagen sollte die Ernährung angepasst werden:

  • Erlaubt: Weiche, kühle Speisen wie Suppen (nicht zu heiß), Brei, Joghurt oder Smoothies.
  • Zu vermeiden: Scharfe, stark saure oder sehr salzige Speisen, da diese im Stichkanal brennen. Zudem sollte auf Milchprodukte (wegen der enthaltenen Bakterienkulturen bei frischen Wunden) in den ersten Tagen verzichtet werden, sofern keine antiseptische Pflege erfolgt.

Risiken und Zahngesundheit

Wichtiger Hinweis zum Zahnschutz:

Das größte Langzeitrisiko bei einem Zungenpiercing betrifft die Zähne und das Zahnfleisch. Durch unbewusstes „Spielen“ mit dem Piercing oder das Aufschlagen der Kugeln auf die Zähne beim Kauen kann der Zahnschmelz beschädigt werden oder es können feine Risse (Micro-Cracks) entstehen.

Um dieses Risiko zu minimieren, wird dringend empfohlen, nach der Abheilung von einem Metallstecker (Chirurgenstahl oder Titan) auf Kugeln aus PTFE (Bioplast) oder Acryl zu wechseln. Diese Materialien sind deutlich weicher als der Zahnschmelz und federn Stöße ab.

Der richtige Schmuck: Materialien & Wechsel

Als Erstschmuck wird vom Piercer immer ein extra langer Stab (Barbell) eingesetzt, um der kommenden Schwellung der Zunge genügend Platz zu bieten. Sobald die Schwellung nach ca. 7–10 Tagen vollständig abgeklungen ist, muss der Stab zwingend gegen eine kürzere Variante ausgetauscht werden, da ein zu langer Stab das Risiko von Zahnschäden drastisch erhöht.

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11 Kommentare

14 Jan 2024 Mad

Also bei mir wurde gar nichts betäubt, ich saß still damit nichts schief gestochen wird, dann wurde die Zunge mit einer Zange befestigt damit er den Punkt trifft zum durchstechen.
Es ist unangenehm ja aber das ist logisch da wird ne Nadel durch nen großen Muskel gestochen und dennoch ist es auszuhalten.
Es ist unangenehmer als schmerzhaft, das anschwellen ist der schlimmste Part finde ich (ich liebe essen) und der geht nach ca. 3 Tagen auch wieder vorbei.
Also selbst ohne Betäubung ist es nicht schlimm und alle Male wert.

14 Jan 2024 Stefanie

Es wird betäubt mit einem spray. Das wirkt ziemlich gut.

21 Jun 2023 Simon

allo Angelique,

falls Du Angst vor Spritzen und Pieksen haben solltest – Du kannst ganz entspannt sein, das wird Dir beim Stechen des Zungenpiercings nicht begegnen. Der ganze Vorgang ist an sich nicht schmerzhaft und man muss nicht betäubt werden. Die Sache mit der Mundspülung dient primär der Reduzierung von Keimen, Du kennst das sicherlich auch wenn Du mal eine Mundspülung (z. B. nach dem Zähneputzen) verwendet hast – danach fühlt sich die Zunge etwas “pelzig” an.

So wie man “Betäubung” aus ärztlicher Sicht versteht und anwendet ist es beim Stechen des Zungenpiercings nicht, also nix mit Spritze und langer Nadel, lediglich die Mundspülung. :-)

Das Fixieren und Langziehen der Zunge war als einzige Sache etwas ungewohnt, ansonsten war es nicht schmerzhaft oder anstrengend. Erst nach einigen Stunden, wenn dann die Zunge anschwillt, dann wird es unangenehm mit Sprechen, Essen etc. Falls Du also noch mit einem Zungenpiercing liebäugeln solltest – plan es Dir am besten so ein, dass Du die Tage danach Zeit zum Erholen hast und nicht gerade einen Vortrag halten musst. ;-)

Und aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass ich es bis heute nicht bereut habe. Wenn Du noch Fragen hast und ich Dir helfen kann meld Dich einfach hier bei den Kommentaren.

Viele Grüße!
Simon

21 Jun 2023 Josefin jähnke

Eine Spritze wirst du definitiv nicht in deiner Zunge bekommen.! Um spritzen vergeben zu können braucht man einen spritzenschein, also deine Sorge ist unberechtigt.
Du bekommst eine nicht so angenehm schmecken Flüssigkeit in den Mund womit du deinen Mund erstmal richtig schon ausspülst und die Betäubung wurde damit gemacht

21 Jun 2023 Jessie

Ich würde xylocainspray empfehlen, habe selbst am 14.11. Eins stechen lassen damit

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