Bridge Piercing alle Infos zu diesem Nasenpiercing
Das Bridge-Piercing (oftmals auch fälschlicherweise als Erl-Piercing bezeichnet) gehört zur Kategorie der Oberflächenpiercings. Es wird horizontal auf dem Nasenrücken, genau zwischen den Augen, platziert. Aufgrund dieser Lage hat es auch seinen Namen erhalten, da es optisch wie eine Brücke (engl. Bridge) zwischen den Augen wirkt.
Stechen und Schmerzen beim Bridge Piercing
Da es sich um ein reines Oberflächenpiercing handelt, wird beim Stechen weder Knorpel- noch Knochengewebe durchstochen. Der Piercer desinfiziert zunächst die Stelle gründlich und markiert die Ein- und Austrittspunkte exakt. Anschließend wird die Hautfalte über dem Nasenbein mit einer Piercingzange angehoben und fixiert. Mit einer speziellen Hohlnadel wird der Kanal gestochen und der Schmuck direkt eingesetzt.
Bezüglich der Schmerzen gilt das Bridge-Piercing als recht harmlos. Da an dieser Stelle der Nase verhältnismäßig wenige Nervenbahnen verlaufen, wird der Schmerz meist nur als kurzer, intensiver Druck oder ein leichtes Kneifen wahrgenommen.
Heilung, Pflege und Risiken
Die Heilungszeit bei einem Bridge Piercing liegt in der Regel zwischen 2 und 3 Monaten. Da es sich jedoch um ein Oberflächenpiercing handelt, steht die Haut hier unter einer permanenten Oberflächenspannung. Das größte Risiko bei dieser Art von Piercing ist daher das langsame Herauswachsen oder Abstoßen durch den eigenen Körper.
Wichtige Pflegetipps während der Heilung:
- Fassen Sie das Piercing niemals mit ungewaschenen Händen an.
- Reinigen und desinfizieren Sie die Wunde zweimal täglich mit einem geeigneten Piercing-Pflegespray oder steriler Kochsalzlösung.
- Vermeiden Sie in den ersten Wochen Make-up, Puder oder aggressive Gesichtsreiniger im Bereich der Nase.
- Sollten Sie Brillenträger sein, achten Sie penibel darauf, dass das Brillengestell nicht am Schmuck reibt oder Druck ausübt.
- Verzichten Sie während der ersten 4 bis 6 Wochen auf Besuche im Schwimmbad, Solarium oder in der Sauna.
Der richtige Schmuck: Welcher Stab wird genutzt?
Als Erstschmuck wird beim Bridge-Piercing standardmäßig ein leicht gebogener Stab, eine sogenannte Banane (Curved Barbell), eingesetzt. Ein komplett gerader Stab (Straight Barbell) würde zu viel Druck auf die Hautkanäle ausüben und das Risiko des Herauswachsens drastisch erhöhen. Als Material empfiehlt sich hochwertiges Titan (Grade 23) oder PTFE (Bioplast), da diese Stoffe extrem biokompatibel sind und die Entstehung von Wildfleisch oder Entzündungen minimieren.
Besonderheiten für Brillenträger
Wenn du eine Brille oder eine Sonnenbrille trägst, ist das kein Ausschlusskriterium für ein Bridge-Piercing. Allerdings ist es zwingend notwendig, die Brille zum Stechtermin mitzunehmen. Der Piercer muss die Platzierung exakt so ausmessen, dass der Steg der Brille später ober- oder unterhalb des Schmucks sitzt, um dauerhafte Reizungen und chronische Entzündungen zu vermeiden.

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