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Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft – Was du wissen musst

durch Ibby Granja Imana 10 Feb 2021 0 Kommentare
Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft – PTFE Schwangerschaftspiercing

Dein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft

Ein Bauchnabelpiercing gehört heute zu den beliebtesten Piercings überhaupt. Gerade in der Schwangerschaft sind die meisten Frauen besonders stolz auf ihren Bauch und wollen ihn durchaus zeigen – ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft erscheint dann besonders attraktiv. Doch Vorsicht: Wenn du schwanger bist, ist bei einem Bauchnabelpiercing aus Metall Aufmerksamkeit geboten. Wenn sich der Bauch ausdehnt, kann das Piercing zu Druckstellen, Rötungen oder im schlimmsten Fall zu Einrissen führen. Auch hormonelle Veränderungen können dazu führen, dass du plötzlich allergisch auf Metall reagierst. Doch es gibt tolle Alternativen – und die sehen genauso gut aus.

Inhaltsverzeichnis


Risiken eines Metallpiercings in der Schwangerschaft

Ein normales Bauchnabelpiercing aus Metall oder Chirurgenstahl ist für die Schwangerschaft aus mehreren Gründen problematisch:

  • Hautspannung: Der Bauch dehnt sich in neun Monaten Schwangerschaft erheblich aus. Ein starres Metallpiercing kann dieser Dehnung nicht folgen und verursacht Druckstellen, Rötungen oder Einrisse im Stichkanal.
  • Allergische Reaktionen: Durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft reagiert die Haut sensibler. Selbst wer zuvor kein Problem mit Metall hatte, kann plötzlich Reaktionen zeigen.
  • Entzündungsrisiko: Hormonschwankungen begünstigen die Entstehung von Entzündungen rund um das Piercing – unangenehm und bei Schwangeren nur eingeschränkt behandelbar, da viele Medikamente nicht erlaubt sind.
  • Ultraschall und Herztonuntersuchung: Ein Metallpiercing kann bei bestimmten Untersuchungen stören und muss möglicherweise entfernt werden.
  • Kaiserschnitt: Vor einem Kaiserschnitt muss aus Hygienegründen jeglicher Schmuck entfernt werden – auch das Bauchnabelpiercing.

Ab wann solltest du wechseln?

Gynäkologen empfehlen im Allgemeinen, ab dem 4. bis 5. Schwangerschaftsmonat auf ein flexibles Schwangerschaftspiercing aus PTFE umzusteigen. Dann beginnt der Bauch spürbar zu wachsen und die Hautspannung rund um den Bauchnabel nimmt deutlich zu. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, wechselt bereits zu Beginn der Schwangerschaft.

Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft – Wann handeln? 1.–3. Trimester 1 Normales Piercing noch möglich 4.–5. Monat 4–5 Jetzt auf PTFE wechseln! 6.–9. Trimester 3 PTFE oder ganz entfernen Geb. Geburt Schmuck muss raus (OP) Vor einem Kaiserschnitt muss jeglicher Schmuck aus Hygienegründen entfernt werden

Schwangerschaftspiercing aus PTFE – die beste Alternative

Es gibt tolle Bauchnabelpiercings speziell für die Schwangerschaft. Dieser Piercingschmuck ist aus modernem PTFE-Kunststoff (Polytetrafluorethylen) gefertigt – dem gleichen Material das auch in der Medizin eingesetzt wird. Er ist besonders biegsam, ruft keinerlei Allergien hervor und passt sich dem wachsenden Bauch flexibel an. Mit einem solchen Bauchnabelpiercing gehst du keinerlei Risiko ein.

Vorteile von PTFE-Schwangerschaftspiercings:

  • Vollständig hypoallergen – keine Nickelallergie möglich
  • Flexibel und biegsam – wächst mit dem Bauch mit
  • Entzündungsreduzierende Oberfläche – glatt, keine Anhaftungen
  • Erhältlich in verschiedenen Längen für unterschiedliche Schwangerschaftsphasen
  • Kann in vielen Fällen auch beim Ultraschall getragen werden
  • Erhältlich mit Kristallen, Anhängern und Motiven – auf Glanz und Glitzer musst du nicht verzichten

Wer auf ein Bauchnabelpiercing während der Schwangerschaft ganz verzichten will, kann sich auch mit einem Klebepiercing behelfen. Die Gefahr, dass das Piercing dann wieder zuwächst, ist gering – sollte es doch dazu kommen, kann dein Piercer des Vertrauens es wenige Monate nach der Geburt wieder vorsichtig dehnen.

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Bauchnabelpiercing beim Ultraschall

Entgegen einem weit verbreiteten Gerücht stellt ein Bauchnabelpiercing beim Ultraschall in den allermeisten Fällen kein Problem dar. Bis etwa zum 5. Schwangerschaftsmonat liegen die Ultraschalluntersuchungen ohnehin weiter unterhalb des Bauchnabels. Ab dem 5. Monat kann der Arzt darum bitten, das Piercing kurz zu entfernen, wenn er genau an dieser Stelle untersuchen muss.

Wichtig zu wissen:

  • Ein Metallpiercing aus Chirurgenstahl sollte vor Ultraschall und Herztonuntersuchung entfernt werden, da es die Ergebnisse beeinflussen kann
  • Ein PTFE-Schwangerschaftspiercing ist in der Regel kein Problem – nach dem Ultraschall kann es sofort wieder eingesetzt werden
  • Vor einem Kaiserschnitt muss aus Hygienegründen jeglicher Schmuck entfernt werden – auch PTFE

Neues Piercing stechen in der Schwangerschaft – ein absolutes Tabu

Eines solltest du auf keinen Fall in Erwägung ziehen: Dir in der Schwangerschaft ein neues Bauchnabelpiercing stechen zu lassen. In der Schwangerschaft wird der Körper hormonell vollkommen umgestellt – Entzündungen und Allergien werden wesentlich leichter ausgelöst. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Sepsis (Blutvergiftung), die nicht nur die Mutter sondern auch das ungeborene Kind hochgradig gefährdet. Zudem sind viele Medikamente in der Schwangerschaft nicht erlaubt, was eine Behandlung von Komplikationen erheblich erschwert.

Auch von anderen neuen Piercings in der Schwangerschaft ist strikt abzuraten. Wer noch kein Bauchnabelpiercing hat, muss sich gedulden – nach der Geburt und dem Abstillen kann es problemlos gestochen werden.

Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft: Was ist erlaubt?
✅ Erlaubt & empfohlen
  • PTFE / Bioflex Schwangerschaftspiercing tragen
  • Frühzeitig (ab Monat 4–5) auf PTFE wechseln
  • Bauch regelmäßig eincremen (Dehnungsstreifen vorbeugen)
  • Klebepiercing als Platzhalter wenn Schmuck entfernt
  • Piercing vor dem Ultraschall kurz entfernen wenn nötig
❌ Unbedingt vermeiden
  • Metallpiercing bis ans Ende der Schwangerschaft tragen
  • Neues Piercing in der Schwangerschaft stechen lassen
  • Nickelhaltigen oder allergieauslösenden Schmuck tragen
  • Metallpiercing beim Ultraschall / Herzton anlassen
  • Schmuck beim Kaiserschnitt tragen
Bei allen Unsicherheiten immer die Gynäkologin oder den Gynäkologen fragen!

Das Piercing als Schmuck für den Babybauch

Die Schwangerschaft ist eine schöne und wichtige Zeit im Leben jeder Frau. Ein toller Babybauch zieht bewundernde Blicke auf sich – und ein gepflegtes Schwangerschaftspiercing kann ihn wunderbar betonen. Titan- und Metallpiercings jedoch halten dem Wachstum des Bauches nicht stand und behindern zudem Herzton- und Ultraschalluntersuchungen. Mit einem speziellen PTFE-Schwangerschaftspiercing hingegen kannst du deinen Babybauch stilvoll schmücken – ohne jegliches Risiko.

Schwangerschaftspiercings: So vielfältig wie normaler Schmuck

Spezialpiercings für die Schwangerschaft sind so vielgestaltig wie anderer Piercingschmuck. Die Basis ist ein langer, biegsamer Stab aus PTFE oder BioFlex-Kunststoff. Ansonsten können diese Schmuckstücke sehr unterschiedlich aussehen:

  • Verschiedene Farben und transparente Varianten
  • Mit Strass-Steinen, Zirkonia oder Glassteinen
  • Mit Anhängern – auch thematisch auf die Schwangerschaft abgestimmt: kleine Füße, Storch, Baby-Strampler, Herzen
  • In verschiedenen Längen – manche Sets enthalten zwei Stäbe für die ersten sechs und die letzten drei Schwangerschaftsmonate

Auf Glanz und Glitzer musst du also keineswegs verzichten. Schwangerschaftspiercings sind keine bloßen Platzhalter – sie sind eine echte Zierde für einen schönen Babybauch.

Nach der Geburt – was passiert mit dem Piercing?

Nach der Geburt und dem Wochenbett kannst du in der Regel wieder zu deinem normalen Bauchnabelpiercing wechseln – sofern der Stichkanal noch offen ist. Die Haut ist dehnbar und bildet sich nach der Schwangerschaft meist zurück, sodass das Piercing wieder in seiner ursprünglichen Position sitzt.

Sollte der Kanal durch langes Tragen eines sehr dünnen PTFE-Stabs etwas enger geworden sein, kann dein Piercer ihn vorsichtig wieder auf die ursprüngliche Größe dehnen. Das ist in der Regel kein Problem und deutlich weniger aufwändig als ein neues Piercing.

Für alle weiteren Infos zum Bauchnabelpiercing selbst – Stechen, Heilungszeit, Pflege und Materialien – lies unseren ausführlichen Bauchnabelpiercing Ratgeber.

Schnellcheck: Das Wichtigste auf einen Blick

Bauchnabelpiercing Schwangerschaft – Checkliste
  • Ab Monat 4–5: Metallpiercing gegen PTFE-Schwangerschaftspiercing tauschen
  • Kein neues Piercing stechen lassen – weder Bauchnabel noch andere Stellen
  • Metallpiercing vor Ultraschall und Herztonuntersuchung entfernen
  • Vor einem Kaiserschnitt: jeglichen Schmuck entfernen
  • Bei Rötung, Jucken oder Druckgefühl: sofort auf PTFE wechseln oder entfernen
  • Bauch regelmäßig eincremen – hilft gegen Dehnungsstreifen rund um das Piercing
  • Bei Unsicherheiten immer Gynäkologin oder Piercer des Vertrauens fragen

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Häufige Fragen zum Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft (FAQ)

Ab wann muss ich das Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft wechseln?

Ab dem 4. bis 5. Schwangerschaftsmonat empfehlen Gynäkologen den Wechsel auf ein flexibles PTFE-Schwangerschaftspiercing. Wer ganz sicher gehen möchte, wechselt bereits zu Beginn der Schwangerschaft.

Muss ich das Piercing beim Ultraschall entfernen?

Ein PTFE-Schwangerschaftspiercing ist beim Ultraschall in den meisten Fällen kein Problem. Ein Metallpiercing aus Chirurgenstahl sollte dagegen vor der Untersuchung entfernt werden, da es die Ergebnisse beeinflussen kann.

Kann ich in der Schwangerschaft ein neues Bauchnabelpiercing stechen lassen?

Nein – das ist absolut tabu. Durch die hormonelle Umstellung sind Entzündungen und Allergien in der Schwangerschaft viel wahrscheinlicher. Im schlimmsten Fall droht eine Sepsis (Blutvergiftung), die Mutter und Kind gefährdet.

Was ist der Unterschied zwischen PTFE und BioFlex?

Beides sind hautverträgliche Kunststoffmaterialien für Schwangerschaftspiercings – PTFE (Polytetrafluorethylen) und BioFlex sind medizinische Kunststoffe, die flexibel, hypoallergen und entzündungsreduzierend sind. Beide sind gleich gut geeignet.

Was passiert mit dem Piercing nach der Geburt?

In der Regel kann nach dem Wochenbett wieder normaler Schmuck eingesetzt werden. Sollte der Kanal enger geworden sein, kann dein Piercer ihn vorsichtig dehnen. Ein komplett zugewachsenes Loch müsste neu gestochen werden.

Muss ich das Piercing vor dem Kaiserschnitt entfernen?

Ja – vor einem Kaiserschnitt muss aus Hygienegründen jeglicher Schmuck entfernt werden, auch PTFE-Schwangerschaftspiercings.

Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle Beratung durch einen Arzt oder Gynäkologen. Bei Unsicherheiten oder Beschwerden wende dich bitte an deine Gynäkologin oder deinen Piercer des Vertrauens.

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