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Bauchnabelpiercing – Alle Infos zu Stechen, Pflege & Heilung

durch Ibby Granja Imana 10 Feb 2021 0 Kommentare

Inhaltsverzeichnis

Das Bauchnabelpiercing – alles was du wissen solltest

Das Bauchnabelpiercing gehört zu den beliebtesten Körperpiercings weltweit. Es betont die Bauchpartie und bietet eine riesige Auswahl an Schmuckvariationen von schlichten Bananabells bis hin zu funkelnden Anhängern.

Die Geschichte des Bauchnabelpiercings

Während viele Piercings tief in indigenen Kulturen verwurzelt sind, erlebte das Bauchnabelpiercing vor allem in den 1990er Jahren seinen großen Durchbruch in der westlichen Popkultur, angetrieben durch Models und Popstars auf Musiksendern.

Ist mein Bauchnabel für ein Piercing geeignet?

Nicht jeder Bauchnabel lässt sich problemlos piercen. Folgende Faktoren können das Stechen erschweren oder unmöglich machen:

  • Sehr flacher oder nach außen gewölbter Bauchnabel (sogenannter „Outie“) – hier ist das Risiko einer Abstoßung deutlich höher.
  • Zu starke Hautfalten oder zu viel Druck durch Kleidung im Sitzen, was den Stichkanal ständig reizen kann.

Ab welchem Alter ist ein Bauchnabelpiercing möglich?

In Deutschland gilt die gesetzliche Regelung, dass man ab 18 Jahren uneingeschränkt ein Piercing stechen lassen darf. Jugendliche ab 14 Jahren benötigen die schriftliche Einverständniserklärung sowie oft die persönliche Begleitung eines Erziehungsberechtigten im Piercing-Studio.

Wo lasse ich mir das Bauchnabelpiercing stechen?

Das Piercing sollte ausschließlich in einem professionellen und zertifizierten Piercing-Studio von einem erfahrenen Piercer durchgeführt werden. Achte penibel auf Sauberkeit, sterile Werkzeuge und eine ausführliche Beratung.

Was kostet ein Bauchnabelpiercing?

Die Kosten variieren je nach Studio und gewähltem Erstschmuck. Als grobe Orientierung in Deutschland gilt:

  • Stechen inkl. Erstschmuck: ca. 30–60 €
  • Chirurgenstahl-Schmuck: ab ca. 5–15 € – z. B. das Bauchnabelpiercing Strass Herz mit Zirkonia.
  • Gold-Style Schmuck: ab ca. 10–20 € – z. B. das Bauchnabelpiercing mit Stahl Rose und Zirkonia.
  • PTFE/Bioplast (Schwangerschaft): ab ca. 5–10 €

Heilung & Pflege nach dem Stechen

Die Heilung eines Bauchnabelpiercings erfordert Geduld, da die Bauchregion durch Bewegungen, Gehen und Kleidung ständig in Bewegung ist.

Als Richtwerte für die Heilungszeit gelten:
  • Äußerliche Heilung: 4–8 Wochen.
  • Vollständige innere Heilung: 3–6 Monate, in manchen Fällen sogar bis zu einem Jahr.

Wichtige Pflegeschritte:

  1. Hände gründlich waschen: Vor jeder Berührung oder Reinigung des Piercings immer gründlich desinfizieren.
  2. Reinigung: Zweimal täglich mit einer milden, alkoholfreien Kochsalzlösung (z. B. Prontolind Spray) reinigen und Verkrustungen vorsichtig mit einem fusselfreien Wattestäbchen entfernen.
  3. Vermeiden: In den ersten Wochen auf Schwimmbäder, Saunen, Solarien und enge, scheuernde Kleidung verzichten.

Anzeichen einer Entzündung oder Abstoßung

Sollte das Piercing Probleme bereiten, gilt es schnell zu handeln. Folgende Zeichen deuten auf eine Entzündung hin:

  • Starke, anhaltende Schwellung nach mehr als einer Woche.
  • Eitriger oder übelriechender Ausfluss.
  • Starke Schmerzen, die zu- statt abnehmen.
  • Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl.
  • Starke Rötung, die sich ausbreitet.

Anzeichen einer Abstoßung (Migration):

  • Der Stichkanal wird sichtbar dünner (die Haut über dem Piercing wird immer dünner).
  • Das Piercing sitzt immer weiter außen.
  • Rötung und Reizung ohne Anzeichen einer akuten Infektion.
  • Die Haut um das Piercing wirkt gespannt oder verfärbt.

Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft

Gerade in der Schwangerschaft sind die meisten Frauen besonders stolz auf ihren Bauch, jedoch wächst dieser stetig an.

Kurz zusammengefasst:
  • Ab dem 2. Trimester wächst der Bauch und normaler Schmuck kann zu eng werden und Druckstellen verursachen.
  • Wechsle rechtzeitig auf einen langen, flexiblen Stab aus PTFE (Bioplast) – dieser passt sich dem wachsenden Bauch flexibel an.
  • Viele Frauen entfernen das Piercing im letzten Trimester ganz, um Risse oder Überdehnungen der Haut zu vermeiden.
  • Nach der Geburt kann das Piercing in der Regel wieder eingesetzt werden, wenn der Stichkanal noch offen ist.
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